
Bauschinger Kennzahl / Bauschinger Effekt
Die Bauschinger-Kennzahl beschreibt das Verhältnis der kinematischen zur isotropen Verfestigung.
Der Bauschinger-Effekt hingegen beschreibt die veränderte Streckgrenze von Stahl bei wechselnder Belastungsrichtung.
Beides ist nach seinem Entdecker, dem Mathematiker und Bautechniker, Johann Bauschinger benannt.
Bauschinger, der Professor für Technische Mechanik am Münchner Polytechnikum war, gründete mit dem "Mechanisch-Technischen Laboratorium" im Jahre 1870 das erste Werkstoffprüfungsinstitut an einer deutschen Hochschule.
Dort entwickelte er Prüfmethoden für Baumaterial und konstruierte u.a. einen Spiegelapparat zur Bestimmung der Längenänderung unter Druck- und Zugbeanspruchung.
Sein Wirken hatte Bedeutung sowohl für die Werk- als auch für die Baustoffkunde.