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News: The carnival starts in germany

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Narrenzunft Kibb'l Schisser Renchen e.V. 1980

(Für unsere Freunde aus dem Norden hier die Übersetzung:

Narrenzunft Kübel Scheißer Renchen e.V. 1980)


Sie sehen ja aus, als könnten sie nicht ... Aber die Legende sagt, die Bürger im belagerten Renchen mussten eben doch und nahmen dafür ihre Kübel her. Harte Zeiten waren das im 30-jährigen Krieg (1618 - 1648). Raub, Mord und Brandschatzung waren an der Tagesordnung. Einer Belagerung zu trotzen war nicht leicht, denn die Lebensmittel wurden immer knapper und die Kübel für die Notdurft immer voller. Doch genau diese Legende gibt den Renchner Kibb'l Schissern heute den geschichtlichen Hintergrund für ihre Häsgruppe. (Und auch hier wieder die Übersetzung: das Häs ist bei uns im Badischen das Kostüm mit der Holzmaske.)



schisser1b.jpgNachweislich richtig ist, dass in der Neujahrsnacht von 1640/41 das stolze Schloss in Renchen nieder brannte. Darauf berief sich die erste Häsgruppe in Renchen, die Schlossberghexen. Sie waren 1978 bis 1980 als Untergruppe der Narrhalla aktiv. Doch einige Renchner aus diesen Reihen hatten mehr Ehrgeiz. Sie wollten eine eigene Narrenzunft mit eigener Traditionsfigur gründen und bereiteten sich schon während der „Hexenphase" aktiv darauf vor. 1977 entstanden die ersten Entwürfe, die mit dem späteren Kibb'l Schisser noch nicht viel zu tun hatten. Das Original der Maske wurde 1978 gefertigt. Die ersten 20 Holzmasken wurden 1979 geschnitzt und das fertige Kostüm konnte man pünktlich zur Gründungsversammlung der Narrenzunft Kibb'l Schisser am 5. Dezember 1980 vorstellen.


Bis heute sind die Kameraden mit dem verkniffenen Gesichtsausdruck die größte Häsgruppe in Renchen mit rund 50 Mitgliedern und rund zehn Kindern. Sie tragen Lodenjacken, gestreifte Hemden, Stulpen und Strohschuhe. Wichtig: Ihre weite Hose hat hinten eine Aussparung - für den Popo. Er wird aber nicht wirklich hergezeigt, sondern mit hautfarbenem Ledereinsatz dargestellt. Ebenso gehört eine Quaste aus dünnen Lederriemen dazu, die ein Grasbüschel symbolisieren soll, welches früher nach dem Verrichten des Geschäftes als Toilettenpapier fungierte.

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Wichtigstes Utensil bei Umzügen ist der riesige Kibb'l mit 2.500 Litern Fassungsvermögen. Wer jemals darin gelandet ist und mit Stroh „gestopft" wurde, vergisst es sicher nicht so schnell.


Die Kibb'l Schisser kümmern sich aktiv um die Fastnacht in Renchen. Sie sind verantwortlich für das Stellen des Narrenbaums und die Organisation des Narrendorfs beim Renchner Umzug am Fastnachtsdienstag. Am Schmutzigen Donnerstag stürmen sie wie schon seit über 25 Jahren die Grund- und Förderschule sowie den Kindergarten.



Und mit einem dreifach kräftigen
Kibb´l Schiss
Kibb´l Schiss
Kibb´l Schiss Schiss Schiss
wünschen wir Ihnen glückselige närrische Tage!

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